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Wenn sich nur die Anderen ändern würden ...

Aktualisiert: vor 8 Stunden

Wenn sich nur die Anderen ändern würden, dann würde es mir bessergehen! oder Wie die Veränderung bei uns selbst unseren Arbeitsplatz verbessern kann.

 



Liebe Leserin,

Lieber Leser,

kennst du das Gefühl, dass dein Arbeitsplatz angenehmer wäre, wenn deine Vorgesetzten und Kollegen aufmerksamer und wertschätzender wären? Diese Vorstellung ist weit verbreitet: "Wenn sich nur die Anderen ändern würden, dann würde es mir bessergehen." Aber bist du sicher, dass das die Lösung ist?

In diesem Blogbeitrag möchte ich dich dazu einladen, diese Annahme zu hinterfragen und sich auf einen anderen Ansatz zu konzentrieren: die Selbstveränderung bzw. Was kannst du selbst tun, um deine Situation am Arbeitsplatz zu verbessern?

 

Die häufige Annahme: "Wenn sich nur die Anderen ändern würden..."

Oft denken wir, dass unser Wohlbefinden von anderen abhängt. So habe ich auch mal gedacht. Mein damaliger Chef feierte seinen 60-zigsten Geburtstag. Alles sah danach aus, dass er so langsam seinen Vorruhestand einläutet und bekannt gibt, wann er der Staffelstab an seinen Nachfolger übergibt. In unserer Zusammenarbeit waren wir in einer kritischen Phase angekommen. Bei einer Paarbeziehung würde man von unüberbrückbaren Differenzen sprechen. Die hatten wir auch. Von respektvoller Zusammenarbeit und gegenseitiger Wertschätzung war nichts mehr übrig. Nun ging ich davon aus, dass sich unsere Zusammenarbeit biologisch mit dem Eintritt in seinen wohlverdienten Ruhestand auflösen würde.

Es hätte so schön ohne ihn werden können, ich hätte mich nicht verändern müssen, die Freude und Leichtigkeit wären wieder in mein Berufsleben zurückgekommen. Alle Probleme hätten sich in Luft aufgelöst. Pustekuchen! Er hat es mir gründlich versaut als er verkündete, dass er bis 63 weitermachen will.

Heute weiß ich, dass er mir keinen größeren Gefallen hätte tun können. Denn nun war ich gefragt, ob und wie es für mich weitergeht. Ich kürze das hier ab, es ging in diesem Unternehmen nicht weiter. Mir fehlte schlichtweg die Vorstellung, wie ich das noch drei Jahre unbeschadet aushalten sollte. Die Differenzen wären ja geblieben – und noch drei Jahre zusammenreißen war für mich keine Option. Dafür hatte ich schon zu viel Federn gelassen. Das war der Beginn meiner Reise in eine neue Zukunft. Für den Schubs, den mir das Leben gegeben hat, bin ich heute sehr dankbar – meine Zukunft in die Hand genommen, habe ich ganz alleine. Hierbei halfen mir meine Werte (Eigen)Verantwortung und Ehrlichkeit - mir selbst gegenüber.

 

Ist das wirklich die Lösung?

Dein Vorgesetzter bemerkt deine harte Arbeit nicht. Du fühlst dich frustriert und wenig wertgeschätzt.

Ist es realistisch zu erwarten, dass sich dein Vorgesetzter oder deine Kollegen ändern? Was, wenn sie es nicht tun? Kannst du dann trotzdem zufrieden und erfolgreich sein?

Wir haben die Kontrolle über unser eigenes Verhalten und können uns ändern, aber wir haben nicht die Kontrolle über das Verhalten anderer. Die Anderen verändern sich nicht, weil wir es wollen.

 

Der Ansatz der Selbstreflexion - mach daraus eine Challenge

Statt darauf zu warten, dass andere sich ändern, können wir bei uns selbst anfangen. Wir können unsere Einstellung, unsere Kommunikation und unser Verhalten anpassen und dadurch oft erstaunliche Ergebnisse erzielen.

TIPP: Such dir von den folgenden Vorschlägen pro Überschrift nur einen Tipp aus und probiere ihn für ein paar Tage aus. Wenn du willst, kannst daraus eine neue Gewohnheit machen. Dafür wende diesen Tipp für mindestens 21 Tage jeden Tag an. Du wirst sehen, dass du diese neue Gewohnheit ganz automatisch in deinen Alltag übernommen hast. Probiere es aus. Bitte überfordere dich nicht, es geht hier nicht um Selbstoptimierung. Behalte immer deine Freude im Blick, solange du die neue Gewohnheit mit Freude ausführst geht die Umsetzung leicht.

Wie kann deine eigene Veränderung konkret aussehen, womit könntest du beginnen?

Hier ein paar Beispiele:

Selbstreflexion: Was du selbst tun kannst, um deinen Situation zu verbessern
  1. Tagebuch führen: Schreib regelmäßig auf, was dir im Arbeitsalltag gut gefällt und was nicht. Das hilft dir, Muster zu erkennen und gezielt an Verbesserungen zu arbeiten.

  2. Feedback einholen: Bitte einen vertrauenswürdigen Kollegen oder Freunde um ehrliches Feedback zu deinem Verhalten und deiner Arbeit. So erhältst du eine Außenperspektive und kannst besser einschätzen, wo du dich verbessern kannst.

  3. Stärken und Schwächen analysieren: Mach eine Liste deiner Stärken und Schwächen. Überlege, wie du deine Stärken besser nutzen kannst und konzentriere dich auf sie. Schau dir deine Schwächen an und mache einen Switch. Was ist das Gute in deinen Schwächen?

  4. Zielerreichung: Setze dir konkrete, messbare Ziele für deine persönliche und berufliche Entwicklung. Mache einen Schritt-für-Schritt Aktivitätenplan und überprüfe regelmäßig deinen Fortschritt.

Kommunikation: Sprich klar und respektvoll über deine Bedürfnisse.
  1. Ich-Botschaften verwenden: Statt Vorwürfe zu machen, formuliere deine Bedürfnisse in Ich-Botschaften. Zum Beispiel: „Ich möchte meine Arbeit gut machen und hochwertige Ergebnisse abliefern. Könnten wir bitte besprechen, wie wir die Aufgaben besser priorisieren bzw. verteilen können?“

  2. Aktives Zuhören: Zeige deinen Gesprächspartnern, dass du sie verstehst und ernst nimmst. Wiederhole in deinen eigenen Worten, was sie gesagt haben, und stelle klärende Fragen.

  3. Nonverbale Kommunikation: Achte auf deine Körpersprache und den Tonfall. Ein offener und freundlicher Ausdruck kann Missverständnisse vermeiden und das Gesprächsklima verbessern.

  4. Regelmäßige Meetings: Vereinbare regelmäßige Gespräche mit deinem Vorgesetzten oder Kollegen, um deine Bedürfnisse und Erwartungen zu besprechen und gemeinsame Lösungen zu finden.

Grenzen setzen: Lerne, deine eigenen Grenzen zu erkennen und zu wahren.
  1. Nein sagen lernen: Übe höflich aber bestimmt Nein zu sagen, wenn du zusätzliche Aufgaben nicht übernehmen kannst. Zum Beispiel: „Ich würde gerne helfen, aber im Moment bin ich mit meinen aktuellen Aufgaben ausgelastet.“ Oder „Ich unterstütze gerne, wenn wir eine Lösung für meine aktuellen Aufgaben finden.“

  2. Pausen einlegen: Plane regelmäßige Pausen in deinen Arbeitstag ein, um dich zu erholen und neue Energie zu tanken. Achte darauf, diese Pausen auch wirklich einzuhalten.

  3. Arbeitszeiten klar definieren: Setze klare Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit. Vermeide es, außerhalb der Arbeitszeiten E-Mails zu beantworten oder an Projekten zu arbeiten.

  4. Prioritäten setzen: Lerne, Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu priorisieren. Konzentriere dich auf das Wesentliche und halte den Fokus.

Positive Einstellung: Entwickle eine proaktive und positive Sichtweise.
  1. Positives Denken üben: Schreibe jeden Tag drei Dinge auf, die gut gelaufen sind oder für die du dankbar bist. Das hilft, den Fokus auf positive Aspekte zu lenken.

  2. Selbstmotivation: Finde heraus, was dich motiviert, und integriere diese Elemente in deinen Arbeitsalltag. Das können kleine Belohnungen, inspirierende Zitate oder regelmäßige Erfolgserlebnisse sein.

  3. Lösungsorientiertes Denken: Wenn du auf ein Problem stößt, konzentriere dich darauf, wie du es lösen kannst, statt dich auf das Problem selbst zu fixieren. Du bist nicht das Problem. Frage dich: „Was kann ich tun, um die Situation zu verbessern?“

  4. Netzwerk aufbauen: Umgib dich mit positiven und unterstützenden Menschen. Ein starkes Netzwerk kann dir helfen, schwierige Situationen besser zu meistern und neue Perspektiven zu gewinnen.


 

Du musst das nicht alleine machen!

Von diesen wunderbaren Tipps habe ich damals noch nichts gewusst, heute wende ich sie regelmäßig an und bin von ihrem Erfolg überzeugt. Es wäre für mich wichtig gewesen, mich zu der damaligen Zeit jemandem anzuvertrauen, aber da war niemand. Innerhalb des Unternehmen schon gar nicht und außerhalb leider auch nicht. Du musst das auch nicht alleine machen. Frage dich, wem kannst du dich anvertrauen?

Wir können gerne bei einem kostenfreien Erstgespräch darüber sprechen, wie ich dich unterstützen kann. Schreib mir gerne eine E-Mail über mein Kontaktformular .

In manchen Unternehmen gibt es „Beauftragte“ wie zum Beispiel: Frauenbeauftragte, Betriebsräte, Personalräte, Schwerbehindertenbeauftragte, oder andere (neutrale) Personen deines Vertrauens an die du dich wenden kannst. Vertrau ganz alleine deinem Gefühl ob und inwieweit du dich diesen Personen anvertrauen möchtest.

 

Erfolgsgeschichten

Meine Klienten, die sich auf ihre eigene Veränderung konzentriert haben, berichten mir oft von ihren positiven Erfahrungen. Sie fühlen sich selbstbewusster und zufriedener, stärker und erfüllter.

„… es ist sehr wichtig, mit seinen Gedanken nicht allein zu bleiben. Oft klärt sich bei mir vieles, indem ich es jemandem, der mir zuhört, erzähle. Und du kannst gut zuhören, das habe ich in unserer Zusammenarbeit festgestellt.“ Inga Creter

 

Buchtipp 

Wenn du über dieses Thema gerne mehr lesen möchtest, dann kann ich dir ein Buch empfehlen:



Schlussgedanken 

Die Veränderung bei uns selbst kann der Schlüssel zu einem besseren Arbeitsumfeld sein. Probiere es aus und teile gerne deine Erfahrungen mit mir.

 

Herzliche Grüße,

 

Elke Brunner_Job-Coach und Karriere-Coach

Elke Brunner

Job-Coach für SinnSuchende

 

P.S.: Schau dir gerne auch meine Coaching-Angebote an. Ich bin sicher, da ist für dich das Richtige dabei. Wenn nicht … schreib mir gerne eine E-Mail oder buche ein kostenfreies Erstgespräch, dann bekommst du dein maßgeschneidertes Reise-Paket. Ich freue mich auf dich.

 

 


Vorschau auf die nächsten Themen:

  • Selbstzweifel: Liebevoller Umgang mit dem inneren Kritiker

  • Fehlende Klarheit: Klarheit wo die berufliche Reise hingehen soll und was wirklich wichtig ist.

  • Zeitverschwendung: Erkenntnisse über die wirklichen Ursachen statt Effizienz und Selbstoptimierung.

  • Was treibt dich wirklich an? Dein Wertesystem als Basis für die wirklich wichtigen Entscheidungen in deinem Leben.

  • Zufriedenheit: Eigene innere Balance finden.

  • BeSINNung: Konzentration auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

  • Zielerreichung: Selbstverwirklichung und Verwirklichung der Träume.

  • Authentisch und Lebendig: Sei du selbst und

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